Unfallfahrzeug Ankauf - so sichern Sie sich ab

Ankauf Unfallkfz

Beim Ankauf eines Unfallwagens können einige Risiken entstehen. Um sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen, gibt es einiges was Sie bei Ihrem Vorgehen beachten können. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, ab wann ein Gebrauchtwagen als Unfallfahrzeug gilt und wie Sie verfahren können, um sich abzusichern und noch möglichst lange etwas von dem Auto zu haben.

Ab wann ist ein Auto ein Unfallwagen?

Die meisten Gebrauchtwagen weisen nach einer langen Laufzeit kleine Dellen und Lackkratzer auf. Das ist ganz natürlich und macht aus einem Auto noch lange kein Unfallfahrzeug. Kleine Macken und Bagatellschäden die nach einem Zusammenstoß behoben werden konnten und die Fahrsicherheit nicht gefährdet haben, ändern dies auch nicht. Dann ist das Fahrzeug zwar nicht unfallfrei, aber kein Unfallauto. Beim Ankauf eines Gebrauchtwagens muss dieser erst dann als Unfallauto bezeichnet werden, wenn ein Unfallschaden mindestens 200 Euro betragen hat. Ein Verkäufer ist jedoch erst ab einer Summe von 1.500 Euro dazu gezwungen den Schaden zu erwähnen. Erkundigen Sie sich daher beim Gebrauchtwagenankauf immer gründlich über die Unfallfreiheit des Fahrzeuges. Äußere Beschädigungen sollten bei Ihnen Misstrauen erwecken. Sie müssen dann noch nicht von einem verschwiegenen Unfallschaden ausgehen, sollten aber beim Fahrzeugbesitzer nachfragen, woher die Beschädigung kommt.

Wie gehe ich vor?

Beim Ankauf eines Autos sollten Sie sicher gehen, dass Ihnen alle wichtigen Fahrzeugpapiere übergeben wurden. Dazu gehören im Falle eines Unfallwagens gegebenenfalls ein Unfallgutachten und Rechnungen von Reparaturen. Wenn Sie möchten, können Sie vor dem Vertragsabschluss über den ADAC, Dekra oder TÜV einen Gebrauchtwagencheck organisieren. Dieser kostet Sie circa 100 Euro und kann sich rentieren, da Sie eine gute Einschätzung zum Wert des Wagens bekommen. Anhand des Restwerts können Sie abwägen ob der Verkaufspreis angemessen oder zu hoch angesetzt ist. Das kann Sie davor bewahren über den Tisch gezogen zu werden und einen Wagen mit eventuell versteckten Mängeln anzukaufen. Achten Sie darauf, dass der Verkäufer Ihnen die Unfallfreiheit nicht nur für seine Besitzzeit, sondern die komplette Laufleistung des Fahrzeuges versichert. Sollte sich durch den Gebrauchtwagencheck herausstellen, dass Schäden verschwiegen wurden, kann das negative Konsequenzen für den Verkäufer haben. Diesen können Sie wegen Betrug aufgrund bewusster Falschangaben anzeigen. Daher sollten Sie auch auf keinen Fall der Vertragsklausel "Gekauft wie gesehen" zustimmen. Möglicherweise kaufen Sie dadurch ein Fahrzeug an, dessen Fahrsicherheit und Straßentauglichkeit eingeschränkt sind und müssen schlimmstenfalls erneute Reparaturen finanzieren. Wenn Sie ungenannte Schäden innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss des Vertrags aufdecken, haben Sie die Möglichkeit von dem Kauf zurückzutreten. Außerdem sollte vor dem Ankauf eine Probefahrt mit dem Wagen gemacht werden, um mögliche Anzeichen auf einen Unfallschaden aufzudecken und sich zu vergewissern ob dies das Auto ist, das Sie ankaufen möchten. Wenn Sie sich für den Ankauf des Unfallwagens entschieden haben, melden Sie dies Ihrer KFZ-Zulassungsstelle, damit der Wagen angemeldet wird.