Das optimale Vorgehen beim Kfz-Export

In den meisten Fällen läuft ein Export problemlos ab. Damit die Ausfuhr Ihres Gebrauchtwagens erfolgreich über die Bühne geht, haben wir die wichtigsten Schritte eines Exports für Sie zusammengefasst. Um zu wissen, wie Sie in einer kritischen Situation reagieren sollten, klären wir Sie hier über mögliche Risiken auf, die während einem Export entstehen können. Bereiten Sie sich mit uns auf die Ausfuhr Ihres Wagens vor. 

Das A und O: Die Vorbereitung

In erster Linie sollten Sie sich vor einem Export darüber informieren, was auf Sie zukommt. Eine gute Vorbereitung ist maßgeblich für einen erfolgreichen Ablauf. Führen Sie den Export Schritt für Schritt nach der folgenden Anleitung durch, kommen keine Probleme auf Sie zu. Die Ausfuhr muss zunächst beim Zollamt angemeldet werden. Dafür benötigen Sie einige Papiere, die Sie bei einem Spediteur und der Kfz-Zulassungsstelle beantragen müssen. Dazu gehören die Ausfuhranmeldung, die Movement-Reference-Nummer (MRN), das Ausfuhrkennzeichen und der internationale Zulassungsschein. Um diese Dokumente bereitgestellt zu bekommen, müssen Abnehmer und Grenzzollamt bereits feststehen. Zudem müssen Sie den Kaufvertrag vorlegen können. Die Kosten für die gesamte Abwicklung belaufen sich auf circa 30 Euro, was für einen selbst durchgeführten Export eine tragbare Summe ist. Die Ausfuhranmeldung erhalten Sie bei einem Spediteur, welcher Ihnen zudem die MRN nennt. Das Ausfuhrkennzeichen erwerben Sie mitsamt dem internationalen Zulassungsschein bei der Zulassungsstelle. Stehen Ihnen alle erwähnten Dokumente bereit, können Sie sich auf den Weg zum Zollamt machen. Dort werden alle Papiere kontrolliert und überprüft, ob die Fahrgestellnummer auf dem Fahrzeug mit der im Kfz-Brief übereinstimmt. Anschließend wird Ihnen die Ausfuhr genehmigt, indem die Ausfuhranmeldung abgestempelt wird. Für die Grenzüberschreitung gelangt Ihr Fahrzeug zum Grenzzollamt, wo die Ausfuhranmeldung ein weiteres Mal abgestempelt wird. Um einen Export in erster Linie in Angriff nehmen zu können, muss Ihr Wagen für die gesamte Dauer des Exports versichert sein. Zudem muss in der Regel ein Nachweis der letzten Haupt- und Abgasuntersuchung vorliegen.

Potentielle Risiken

Niemand möchte bei einem Fahrzeugexport einen Misserfolg erleiden. Jedoch gibt es auch im Exportgeschäft einige Fallen, durch die Sie viel Geld verlieren können. Sind Sie jedoch im Voraus über potentielle Hindernisse informiert, wissen Sie wie sich vor diesen schützen können. Nicht selten werden Fahrzeugverkäufer bei der Bezahlung betrogen. Die Überweisung von Falschgeldern ist zwar eine bekannte Masche, jedoch fallen immer noch genug Privatpersonen auf diese rein. Entscheiden Sie sich daher bewusst für eine Geldübergabe in bar und schlagen Sie dem Händler vor das Geld gemeinsam bei einer Bank einzuzahlen. So gehen Sie sicher, dass das Geld auf Ihrem Konto erscheint. Eine Überweisung ist meist eine unsichere Angelegenheit. Einige Betrüger schicken zum Teil gefälschte Schecks mit einer angeblich zu hohen Summe, welche Sie folglich zurück überweisen sollen. Dabei geht von Anfang an kein Geld auf Ihrem Konto ein. Eine weitere Masche sind gefälschte Kaufverträge, welche Ihnen per Mail zugesandt werden. Akzeptieren Sie diese, willigen Sie meist einem Verkauf ein, ohne dafür eine Bezahlung zu erhalten. Des Weiteren ist es besonders wichtig, alle Originaldokumente erst nach Erhalt des Geldes an den Käufer zu übergeben. Einige Betrüger geben vor, aus Recherchezwecken den Fahrzeugbrief oder Ihren Führerschein sehen zu wollen. Überreichen Sie, falls verlangt, wichtige Dokumente nur als Kopie und niemals im Original. Ist ein Interessent vor Abschluss des Kaufvertrags im Besitz des Kfz-Briefes oder Ihres Personalausweises, setzen Sie sich dem Fahrzeugdiebstahl und Identitätsmissbrauch aus. Sind Sie versehentlich in die Falle eines Betrügers getappt, sollten Sie sich unmittelbar an die Polizei wenden. Bei einem Automobilclub erfahren Sie mehr über Ihre Rechte, die Ihnen in Ihrer Situation bleiben.